Wenn Herrchen und Frauchen tagelang unter Strom stehen, immer wieder gebohrt, gehämmert und geschraubt wird und das Lieblingsspielzeug plötzlich in einer Kiste verschwindet, wird auch Ihr Hund misstrauisch. Was ist da nur los? Klar, ein Umzug mit Hund bedeutet ein gewisses Maß an Stress für Ihr Tier. Mit der richtigen Vorbereitung und einem gut geplanten Umzug können Sie das Stressniveau aber problemlos auf einem erträglichen Niveau halten. Wir zeigen Ihnen, wie das Umziehen mit Hund möglichst entspannt gelingt.
Das bedeutet ein Umzug für Ihren Hund
Wie wir Menschen sind auch unsere besten Freunde im wahrsten Sinne des Wortes Gewohnheitstiere. Für sie gilt: „My home is my castle". Muss dieses Zuhause im Zuge eines Umzugs plötzlich verlassen werden, bedeutet das daher zunächst mal Stress und Unsicherheit. Die gute Nachricht: Hunde sind sehr auf ihre menschlichen Bezugspersonen geprägt. Sie sind ihnen deutlich wichtiger als ihre Umgebung. Das bedeutet: Solange Sie in der Phase vor, während und nach dem Umzug Ruhe ausstrahlen und Ihr Vierbeiner (fast) überall dabei sein darf, wird der Umzug auch für Ihre Fellnase einigermaßen stressfrei über die Bühne gehen. Ein Umzug mit Katze kann in dieser Hinsicht schon herausfordernder sein.
Erfolgreich umziehen mit Hund – in 11 Schritten
Der Umzug in Ihr neues Zuhause steht an. Die große Frage: Wie können Sie Ihrem Hund diese turbulente Zeit so angenehm wie möglich machen? In unserer Best-Practice-Anleitung führen wir Sie Schritt für Schritt durch den anstehenden Umzug mit Ihrem Hund:
- Gehen Sie vor dem Umzug auf Erkundungstour. Soweit möglich, statten Sie Ihrer neuen Wohnung am besten bereits einige Wochen vor dem eigentlichen Umzug einen gemeinsamen Besuch ab. Lässt sich das nicht verwirklichen, weil Ihr Mietvertrag erst später beginnt, können Sie im Rahmen einiger Spaziergänge zumindest schonmal die neue Umgebung erkunden.
- Lassen Sie Ihren Vierbeiner beim Packen zuschauen. Veränderungen bedeuten meist Stress für Ihr Tier. Das gilt insbesondere dann, wenn sich Ihr Hund ausgeschlossen fühlt. Lassen Sie Ihren Vierbeiner beim Packen daher ruhig zuschauen. Vorausgesetzt natürlich, das Chaos hält sich in Grenzen und es liegen keine potenziell gefährlichen Gegenstände offen herum.
- Beseitigen Sie Gefahrenstellen, bevor Ihr Vierbeiner ins Zimmer darf. Das gilt beispielsweise für Werkzeuge. Aber auch, wenn Sie gerade Zerbrechliches (z.B. Gläser, Spiegel oder Bilderrahmen) verpacken, sollte Ihre Fellnase nicht unbedingt im selben Raum sein. In dem Fall empfiehlt es sich, vorübergehend die Tür zu schließen.
- Schaffen Sie einen Rückzugsraum für Ihren Hund. Insbesondere, wenn Sie gerade mit Werkzeugen hantieren (z.B. beim Abmontieren der Küche), Schönheitsreparaturen an Ihrer alten Wohnung durchführen, streichen oder Lärm machen (z.B. beim Bohren) hat Ihr Hund im entsprechenden Raum nichts zu suchen. In dem Fall richten Sie diesem am besten vorübergehend einen kuscheligen, möglichst lärmgeschützten Rückzugsraum in der Wohnung ein.
- Packen Sie Ihrem Hund einen eigenen Umzugskarton. Hinein kommt Futter, Heimtierausweis, Spielzeuge, Kuscheldecke und Co. So haben Sie alles an einem Ort und können den „Hausrat" Ihres Hundes im neuen Zuhause schnellstmöglich wieder entpacken. Wichtig: Den Umzugskarton sollten Sie erst ganz zum Schluss packen, sodass Ihr Hund seine vertrauten Gegenstände so lange wie möglich nutzen kann.
- Suchen Sie eine geeignete Unterbringung für den Umzugstag. Letzte Möbel werden abmontiert, Werkzeuge liegen herum, Umzugskartons versperren die Eingänge, die Wohnungs- und Haustür steht immer wieder offen und fremde Menschen – vollbepackt mit Umzugskisten – wuseln umher. Ein gewisses Maß an Chaos lässt sich am Umzugstag kaum vermeiden. Idealerweise organisieren Sie daher zumindest für die turbulentesten Stunden eine Unterbringung für Ihren Hund (z.B. bei Freunden oder in einer bekannten Tierpension).
- Richten Sie Ihrem Haustier einen vertrauten Raum ein. Und zwar schon, bevor Sie Ihre neue Wohnung beziehen. Warten bereits bekannte Möbelstücke, Spielzeug und Fressnäpfe auf Ihren Vierbeiner fällt die Eingewöhnung im neuen Zuhause gleich viel leichter.
- Machen Sie Ihrer Fellnase die Fahrt so angenehm wie möglich. Soll heißen: Richten Sie die Hundetransportbox gemütlich ein, gehen Sie ein letztes Mal Gassi und fahren Sie im Anschluss gemeinsam zu Ihrem neuen Zuhause. Bei längeren Fahrten sollten Sie ausreichend Pausen einplanen.
- Führen Sie Ihren Hund herum. In der Wohnung angekommen machen Sie mit Ihrem Vierbeiner einen kurzen Rundgang, um ihn mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Insbesondere über den zuvor eigens für Ihren Hund eingerichteten Platz wird sich dieser freuen.
- Etablieren Sie eine (neue) Routine. Die neue Wohnung ist bezogen. Jetzt gilt es, so schnell wie möglich eine neue Routine zu finden. Etablieren Sie in den nächsten Tagen feste Gassi- und Futterzeiten, suchen Sie sich für die gemeinsamen Spaziergänge eine Lieblingsstrecke heraus und lassen Sie genug Raum für Spiel- und Streicheleinheiten. Sie werden feststellen: Ihr Hund gewöhnt sich schnell an die neue Routine.
- Melden Sie Ihren Hund um. Nicht vergessen: Nach Ihrem Umzug müssen Sie auch Ihren Hund ummelden. Sind Sie etwa nach München umgezogen, haben Sie zwei Wochen Zeit, um Ihren Vierbeiner zur Hundesteuer anzumelden. Alle Infos zum Thema finden Sie auf dem offiziellen Stadtportal von München.
NOX Logistik: Wir übernehmen Ihren Umzug, Sie kümmern sich um Ihr Haustier
Um das Stresslevel während eines Umzugs so niedrig wie möglich zu halten, sollten Sie sich so viel wie möglich mit Ihrem Hund beschäftigen. Insbesondere in den Tagen vor, während und nach dem Umzug braucht Ihr Haustier viel Aufmerksamkeit. Umso empfehlenswerter ist es, sich für den Umzug Hilfe zu organisieren. Das erfahrene Team von NOX Logistik unterstützt Sie gerne bei Ihrem Umzug von, nach oder innerhalb Münchens. Wir kümmern uns um nötige (De-)Montagen, verpacken Ihren Hausrat fachgerecht und sorgen für einen sicheren Transport. Die Folge: Sie müssen sich um (fast) nichts mehr kümmern – und können rund um die Uhr für Ihr Haustier da sein. Auch eine Hundepension für den Tag des Umzugs können Sie so vermeiden. Ein großer Vorteil, gerade wenn Ihr Hund ohnehin unter starken Trennungsängsten leidet.
Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot und lassen Sie sich von unserem Service überzeugen.
Fragen und Antworten
Kann ich meinen Hund am Umzugstag allein lassen?
Ein Umzug ist für Hunde fast immer mit Stress verbunden. Es ist daher nicht empfehlenswert, den Hund am Tag des Umzugs über einen längeren Zeitraum allein zu lassen. Sollten Sie selbst mit Umziehen beschäftigt sein und sich nicht um Ihr Haustier kümmern können, ist es das Beste, wenn Ihr Hund kurzzeitig bei Freunden oder in einer Hundepension unterkommt.
Sollte mein Hund am Umzugstag dabei sein?
Das ist prinzipiell möglich. Allerdings nur, wenn Sie sich rund um die Uhr um Ihr Tier kümmern können. Anderenfalls ist die Gefahr, dass Ihr Hund sich im Chaos des Umzugs erschreckt und davonläuft (offene Haus- und Wohnungstüren!) groß. Und auch die Gefahr durch gefährliche Gegenstände (z.B. herumliegende Nägel, Schrauben oder Werkzeug) ist nicht zu unterschätzen.
Mein Hund zeigt Verhaltensänderungen nach einem Umzug. Was soll ich tun?
Neigt Ihr Hund in den ersten Tagen nach dem Umzug zu Unruhe, verstärktem Bellen oder Appetitlosigkeit, ist das nicht ungewöhnlich. Geben Sie Ihrer Fellnase Zeit, sich einzugewöhnen. Bleiben Sie ruhig und etablieren Sie eine neue Routine. Das wird auch Ihrem Hund die Sicherheit geben, die er braucht. Sollte sich das Verhalten nicht bessern und Ihr Vierbeiner plötzlich immer wieder in die Wohnung pinkeln, sollten Sie einen Tierarzt und/oder Hundepsychologen konsultieren.
Darf mein (neuer) Vermieter Einspruch einlegen, wenn ich mit Hund einziehen möchte?
Vermieter dürfen die Hundehaltung nicht pauschal verbieten. Ein Einspruch gegen einen Einzug mit Hund ist nur dann zulässig, wenn es Gründe gibt, die dagegensprechen. Das kann beispielsweise eine Hundeallergie oder auch eine Hundephobie eines anderen Mieters sein.